24-09-2026

Maschinenschrift

 

Zufall will

dass ich während Aufräumarbeiten im Azart-Haus Rombouts dies Maschine entdecke: Natürlich denke ich dann gleich an Ed Rusha's 'Royal Road Test' (Language hits the highway) auch wenn die Maschine die damals in 1967 defenestriert wurde eine älteres Modell war... (eher so eine wie meine Underwood no.5 die ich noch immer habe.) doch:-

 

Die Maschine bei Azart: vielleicht ein Royal Rombouts Road Test?


Ich war ganz entzückt um gefragt zu werden mit zu arbeiten an das Projekt 'Schreibmaschine' mit Bernd seinen Gedanken auf Blätter die er überall hinterließ... Ich erinnerte mich an die Maschinen die er in den verschiedenen Ateliers hatte, immer Parat um einen Gedanken zu registrieren – ähnlich wie ich es auch immer tat... m Gegensatz zu Bernd, der viel Freiraum ließ auf dem Blatt und im Satzspiegel, reihte ich meine Gedanken seriell bis das Blatt voll war... produzierte eher Lindwurm-artige Serien statt interindividuelle Stücke.


Bei Bernd eher poetische Gedanken die auf sich selbst stehen, die viel füllbaren Raum lassen und auch Interpretationen... Wie seine Balken sind die Wörter so schwerer und präsenter als wenn sie als Glieder in Textketten vorkommen das stille Komma, der Gedanken- und Bindestrich, Schrägstrich und die Punkte ebenso wichtig wie das Gesagte.


Bei der Maschine selbst muss man sich ein literarisches Hammerklavier vorstellen... es rasselt und klappert Stakkato und Bums! Ping! und Zrrrt beim Zurücklauf... Anders als die heutigen leisen und subtilen Variationen hatte man eine Maschine mit entweder oder... Eine QUERTZ Tastatur oder eine AZERTY, QUERTY mit den dazugehörenden Lesezeichen... Umlaut gab's nur bei den Deutschen, accent grave oder aigu musste man sich basteln, bei manchen gab es kein Ausrufezeichen, bei anderen selbst umgedrehte (Spanisch)...

 


( Ich habe zwar eine QUERTZ maschine, (Adler) aber es fehlt ein Buchstabe – also eher was für eine Textarbeit im Sinne von Themerson oder das project von meinem Professor und Leiter der NSCAD in Halifax, Gerry Neil Kennedy, wessen Arbeit mich immer intrigierte und mich sehr beeinflusst hatte...)


Der graphische Spielraum war eng: vor- oder rückwärts, doppelt und mehrfache Leerbuchstaben, auf und ab Positionen der rolle – das geschriebenen stand dann da.

(nur später gab es tippex und Korrekturbänder)


Manchmal konnte man Subtilität erkennen, etwa wie der touch beim Klavier: stark eingehauenen Buchstaben und Ausrufe, oder zweifelnde, leicht bis unleserlich angeschlagene Ideen... oder ganz je-m'en-foutistische Prasselungen die dann nur teils geglückt waren... Holperungen und steckengebliebene Tasten, ungenügend weitertransportierte Zwischenräume oder einfach überschriebenes...

 

(aus Paik Katalog)

Bezeichnung, Bezeichnetes und Bezeichnendes sind Grundsteine der konkreten oder visuellen Poesie und kommen viel vor – es ist auch die Zeit der Wiedergeburt oder Blüte dieser Strömung, und es gibt Beispiele wo der Einfluss nicht weg zu denken ist – zum Beispiel das HIC HIC HIC oder ET ET ET Stück (an PAIK denkend) oder Punkt/Strich und 'O' die eher als visuelle / graphische werke zu sehen sind... Bei der Poesie ist es etwas anderes, eher zurückgreifend nach van Ostayen und Dada - viele dieser vorliegenden Stücke sind eher intim und persönlich und ist die die Spielerei nur beiläufig.... aber die Verwandtschaft ist da: die Pausen und Leerräume sind signifikant – da wo man die Schritte gerade nicht hört oder sie erwartet... es sind eher Notizen einer Partitur oder Anweisungen zu einer Choreographie...


Wie so oft ist es beides: der Satz steht nicht im Raum frei vom Raum sondern der Raum passt sich an den Satz, das Wort oder gar dem Laut an. Wie das ICH – DU muss man drum herum laufen um es zu sehen. Auch auf einem Blatt muss man probieren drumherum zu gehen, oder wenigstens hin und her oder pausieren so lange die nicht ausgeführten Anschlage dauern könnten... 

  







Zufällig hatte ich gerade die Ausstellung vom Kritiker Jan Walravens und konnte auf seiner Maschine klappern – dies hatte ich seit langem nicht getan und es bewegte mich um meine eigenen Maschinen für die Bernd-Untersuchung ab zu stauben. Leider haben einige stand-schaden, das Öl ist zum Teil verharzt und es gibt Probleme mit den alten Gummifassungen... 


 (die Maschinen in der Walravens-Ausstellung, Ich durfte auf einer ein kurzes Gedicht schreiben...)


Doch konnte ich verschiedene Maschinen wieder einigermaßen in stand setzen und fing an mit einem Vergleich. 

 

Die Lettera 22; leider spricht sie nur Azerty...

Bei einer sehr schönen Olympia SM3 aus den 50ern blieb der Schlitten gleich stecken... und bis jetzt ist das Problem nicht gelöst. Eine Olivetti Lettera 22 kam auch zum Zuge, aber ich suchte eine QUERTZ Maschine... dachte ich, weil ich anfangs meinte es gehe nur um Deutsche Texte. vorläufig halte ich mich daran...

 

Bald mehr... 

25-01-2026

Doppelte Einseitigkeit

 Im Rahmen der immer fort bewegenden poï poï einrichtung haben with zwei Eier übrig, wovon eines versekt verden soll und das andere verschickt...

welches, das wissen wir noch nicht.


 hier allefalls ein Ausschnitt aus der Korrespondenz;

 

Die Eier-übertragung


Also los. Ich hatte mir alles zurechtgelegt und min rechtzeitig früh gestartet. Sonntag, mit dem Verkehr ging es... Das Wetter war auch gut – kalt aber trocken... Der Wage ist gerade noch durch den Tüv und ich mochte trotz Anmahnung diese reifen noch gebrachen.. also in Belgien.. für Deutschland etwas 'iffy' und sicherlich nicht im Süden... die Grenzkontrolle verlief dann auch ohne Probleme... vorbei die Zeiten in den man zügig vorbeifahren konnte... Ansonsten freie fahrt – in Villiprott versammelten sich die Jecken mit Traktoren und Kinder-scharen... also etwas langsamer und vorsichtig...

Ich hatte mir am Netz vergewissert ob ich vielleicht mein Stadbrotbäcker Rott einen Oberländer bemächtigen könnte – und ja, sie waren Scheins am Sonntag auf... aber nicht in Bad Godesberg! Ich war also gezwungen zum Kamps zu gehen, und der frühere Lubig war noch weiter in die Imbiss-Sphäre abgetaucht: ungemütlich, schmuddelig, kalter Kaffee bah! Brot auch nur miserabel... Na ja ich war ja hier nicht auf Ferienreise – sondern spezielle Mission: das Poï Poï Eierpaket versenden um rechtzeitig nach Südafrika zu gelangen (mit Umwegen) – doch es stellte sich heraus das die spezial dafür ausgegorene Packetstation 262 in der Kennedyallee kein Scanner hat und so konnte ich mein Päckchen dort nicht einliefern...

GGRRR

 


(auch das grrr-foto ist missglückt)

Handy-app und QR code funktionieren nicht mit dumbphone und auch das spezial mitgebrachte smartphone konnte keinen Kontakt machen zu www.dhl.de... Also dann zum nächsten Abschnitt der De-materialistischen Wallfahrt: die verschwundene Grabstätte des Erich Otto... dort habe ich denn als Reliquiares Ritual das Poï-Päckchen kurzweilig aufgelegt und ein Simsalabim Spruch geleistet um so das Restgold von den verschiedenen Aktionen zusammenschmelzen zu lassen.

Die kennedyalle hinunter nach Plittersdorf, mit dem Päckchen dann auch entlang der inzwischen abgezäunten Internationalen Schule (man kann nicht mehr bis zum Amerikanischen Club, noch immer Baustelle...) zum Rheinufer vor dem Carstanjen-schloss wo doch einige Krokusse sich schon haben blicken lassen – de Rest noch zärtliche grüne sprießten wo drauf dann auch gleich eine Fotograf*in trampelte um Nahaufnahmen zu machen von einer offenen Blume... Seufzer.

Ich setzte das Päckchen dann als Monstranz auf einen leeren Sockel im Park Carstanjen und während dessen schob ein Binnen-tanker 'Panamera' aus Antwerpen vorbei... es war Hochwasser, die Bäume am Ufer standen im Wasser.

 


 

 

17-05-2025

draufdruck

 Der Aufdruck und der Draufdruck

Wäre an sich das Selbe wenn nicht mehr Druck auf die Seele zustande komme.


 genau wie der Steinwurf 

Einsteinwurf ähnelt aber doch quantitativ Quantum-Mässig doch nicht ganz

der Universalen Relativitätstheorie entspricht.

 

so wir diers Stein nicht

einfach so ein Stein, noch Einstein ist...

(mehr dazu in der Folge)

10-05-2024

Einfachheitshalber

 Habe ich mir erlaubt, nichts zu schreiben... ich war vor kurzem auf einem verlassenen Bauernhof wo sich die Kunst verbreitet hatte... die jungen Künstler taten ihr bestes, aber es war der bauernhof selbst der die Kultur aufrecht hielt: die Hüner hatten den ganzen Hof in ein paradisiasches Biotop verwandelt, und da liefen die Stadtbewohner einfach quer durch.



Als Kulturerfahrung ging es ja noch, und ich hatte dann auch mein Vornehmen, nichts dazu bei zu tragen dann auch selbst unterwandert und habe dann einen kleinen Berich geschrieben der dann von dem buwussten (oder unbewussten) Künstler in die (A)-sozialen medien verbreitet wurde...

so ein Pech.

der Reissnagel fällt meistens mit der Spitze nach oben

wo der Verfasser dann mit seinem Gummischuh

eineläuft.

05-03-2024

der Gefangene Monitor

 

(gefangener Monitor im Kulturzentrum St Amands, belgien)

 

 

 

 

 

 

 

Absatz. (zeitlupenrein)


De Vergangenheitsbewältigung, die Generation die wohl etwas sagen kann, teils mitgefühlt und doch erschreckend was da möglicherweise gelaufen ist... die Frage ob man es wirklich so genau wissen will...

Dann noch über Generationen und Nationen hinweg, die schon wieder Krieg führen... was soll das denn?


Kann man wohl nicht allzu viel mit anfangen – der krieg geht weiter, wir sind ja schon mehrmals da gewesen (ich denke hier an das Zelt mit Deutschen Offizieren in Gaza bei den Ottomanen...) Wiederholt sich dann die Geschichte doch in jeweils anderen Mänteln? Ist nicht immer wieder dasselbe im Spiel? Mit dem ungebremsten Zuwachs von Menschenmassen wird es wohl nicht besser werden – die vielen Opfer sind zur Industrie geworden, inzwischen nur noch Zahlen und Statistik – obwohl für Einige doch noch die Art der Opfer einen Unterschied macht – hochrangige, gut ausgebildete Fachkräfte in die Luft blasen erstaunt noch stets mehr als hungernde, spärlich gekleidete Analphabeten... doch wozu bleibt ein Rätsel.

(meistens in erster Instanz essen trinken, Raum und Voraussichten, aber dann kommt immer irgendwie eine Ideologie dazwischen... dann wird es erst richtig gefährlich)




Ganz öde


eine leicht gesäuberte Version, denn im heutigen (heurigen) Klima ist es unerwünscht zu schrill Meinungen von sich zu geben, es muss erst der Staub ein wenig sinken, Gemüter abkühlen – dann vielleicht kann man reden über die vielen entsetzlichen Ereignissen... Ich habe ja die Tendenz etwas zu übertreiben und zynisch zu werden, was ja immer wieder schlecht ankommt.

07-11-2023

Necrochampignon

 Walking among the thousands of dead from a bygone war

while being badgered by the victims of a current one, again

again the folly persists, thinking that

violence, blood & guts will solve anything...

timeless/

true



10-06-2023

ewige wiederkehr

 

bis in die Knochen hineingeschaut,

alles zerschmettert, wie damals schon

die dunkele Nacht endet wieder

doch helles bringt nicht leicht.




Man schlägt sich durch.


(ich hatte ganz am Anfang des Endes von HTH mit einem Bruch begonnen – ich suchte das Elfenbeinäffchen und fand statt dessen Kalamität...)



Maschinenschrift